ABOUT … Wulf

Man sagt mir nach, meine Art und mein Humor täten den Menschen gut, aber ich hätte einen Bildungsfimmel. Nichts davon möchte ich abstreiten, doch dass mein scheinbar unnützes Wissen und ich die Atmosphäre beim Shooting so angenehm auflockern können hätte ich nie gedacht.
Manchmal allerdings hilft das genaue Gegenteil: 'Einfach mal die Klappe halten und den Kund(inn)en zuhören.' So kann ich auf Wünsche meiner Klientel eingehen.
Beim Fotografieren habe ich dann nur noch die Menschen vor der Kamera, das Set sowie das beste Foto im Kopf.

Ich wurde schon gefragt, ob ich den Doktortitel in Fotografie habe. Nein, mein erstes Studium (Fotografie, Grafik, Malerei) an der Kunstakademie war zwar basal erleuchtend, promoviert habe ich jedoch später, in Zoologie, weshalb ich mich tierisch gut auskenne 22. Ich hatte und habe eine Reihe von Berufen, unter anderem Dozent an der Uni und Berufsberater. Bereits nach nur zwanzig Jahren Beratungserfahrung habe ich sofort sofort bemerkt, dass ich eine Antenne für Menschen habe. Vor einigen Jahren bezeichnete mich jemand als 'Menschenversteher'. Hmmh ... Seit über 40 Jahren verheiratet, vier Kinder, über 25 Jahre in einer deutschen Behörde – Welche menschliche Absurdität sollte ich nicht verstehen? Wovor sollte ich noch Angst haben?
Ah … doch, da gibt es etwas, was mir Angst macht: Das ich irgendwann einmal die Erwartungen meiner Kunden*innen nicht erfüllen kann und sie nicht zufrieden sind. Ist bislang noch nicht vorgekommen – kommt aber, irgendwann, ganz sicher.
Doch Moment mal ... wenn ich mich meinen Ängsten stelle, dann stellen Sie sich gefälligst Ihren! Bedenken? Angst? Kameraphobie? Nix da! - Mich anrufen, anschreiben, anfragen. - "Vorbereiten, treffen, machen."

Die Sache mit dem Vertrauen


Sehr häufig spreche ich Menschen auf der Straße oder im Café an und frage, ob sie sich von mir fotografieren lassen würden. Was ich dabei schon erlebt habe … Und? Die Vorstellung, dass sich Rotkäppchen mit dem bösen Wulf trifft und der hat gar keine Kamera dabei, sondern Handschellen und eine Knochensäge – wie kann ich die zerstreuen? - Gar nicht. Stattdessen möchte ich um einen Vertrauens-Vorschuss bitten.

Einen Anfang gibt es nur mit einem Vertrauens-Vorschuss von Dir und von mir.

Und mit Vertrauen beim Shooting geht es weiter: Der Portraitfotograf Franz Zwerschina fragt zu Recht: "Wie bringt man einen Menschen dazu, sich vollends auf eine Sache einzulassen und dabei zu riskieren, sein Innerstes nach außen zu kehren? Wie kann Alejandru G. Inarritu einen Weltstar wie Leonardo di Caprio dazu bringen, für 'The Revenant' monatelang in einer menschenfeindlichen Umgebung zu leben, sich lebendig begraben zu lassen und in einen Tierkadaver zu legen? … Die Antwort ist: Vertrauen.
Du musst dich zwar bei mir nicht so oft in einen Tierkadaver legen wie Du vielleicht anfangs dachtest, aber so ein wenig Vertrauen sollte schon sein, als Basis für gute Fotos.

Vertrauen ist kostbar, weil es nicht auf Knopfdruck entsteht.

Genau deshalb gibt es vor dem allerersten Shooting ein Vorgespräch – immer. Die Hochzeitsfotografin Yulia Bahr bringt es auf den Punkt: "Don’t choose the photographer, choose the person …"² Sie erklärt das wie folgt: "... Trust is the key to the relationship between photographer and client. Your trust allows the photographer to show not only his professionalism but also the soul in his or her work."² Und Recht hat sie!
Genau deshalb ist ein Vorgespräch und das Herausfinden, ob zwischen uns 'die Chemie stimmt' so wichtig.


[1] Zwerschina, Franz, 2019: Natürliche Porträtfotografie; dpunkt.verlag: Seite 82.
[2] "Don’t choose the photographer, choose the person. The person with which you will be the most comfortable and whose advice you trust. Trust is the key to the relationship between photographer and client. Your trust allows the photographer to show not only his professionalism but also the soul in his or her work." [Yulia Bahr auf: https://blog.flickr.net/en/2017/03/09/what-is-a-womans-job – abgerufen am 24.02.2020.]

Hand auf's Herz

Was ich wirklich (nicht) will

1. Ich möchte nicht allein von der Fotografie leben (müssen).
2. Ich möchte nicht drei Kunden*innen pro Tag, sondern drei pro Monat.
3. Es geht mir nicht um ganz viel Schotter, sondern um drei Diamanten im Monat und Du bist einer davon.

Was möchte ich also?

Also schön, ich verrate es Dir: "Ich, äh ..."

Das Team

'Ko & Busch' - Name und Logo

Warum der Name 'Ko & Busch'?
Wieso ein Logo mit dem Kopf einer Kuh?

Der Familienname Kobusch kommt aus Bielefeld. In der Küsterinnenrechnung des Stiftes Schildesche für das Jahr 1595 wird erwähnt, dass ein Nolte Kobusch 432 Schillinge bezahlt hat. Das Geld ist natürlich weg, aber der Name Kobusch ist geblieben und muss oft am Telefon buchstabiert werden: "Kohbus? - Wie schreibt sich das?" Beste Antwort: "K, O und Busch."
Der Name Kobusch geht tatsächlich auf die 'Kuh' als Nutztier zurück, ist jedoch ein Bielefelder Ortsname³: Dort (heute Bielefeld Brake), wo der Kötter die Kuh in den 'Busch', d. h. in den Eichenwald getrieben hat (sog. Hudewirtschaft). Der Ortsname ging auf die dort um den 'Kuhbusch' lebenden Familien über, wie z. B. an die Familie von 'Thonius im Kobusche', die dort 1556 lebte³.
Im Familienwappen sind deshalb im Schild die Kuh und der Busch dargestellt; der 'Busch' symbolhaft in Form von vier Eichenblättern, eins für jedes unserer Kinder. Das Logo meines Kleinbetriebes besteht deshalb aus dem Wappenschild vor einem Filmriss, der bei mir zuweilen vorkommt. - Daher die Kuh, der Busch, der Name und das Logo.

[3] Meineke, B. (2013): Die Ortsnamen der Stadt Bielefeld. In: Westfälisches Ortnamenbuch (WOB) Band 5; Casemir, K. & Udolph, J. (Hrsg.); Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld: Seite 137.